…dann ist das für Angehörige sicher die schlimmste Art, einen geliebten Menschen zu verlieren. Nicht nur die Tatsache, dass dieser Mensch plötzlich nicht mehr da ist, sondern besonders die eigenen Schuldgefühle, nicht selten sogar reale Schuldzuweisungen von anderen, rauben uns den Verstand.
Da hat ein Mensch, den wir geliebt haben, die Entscheidung getroffen, seinem Leben ein Ende zu setzen, ohne uns zu fragen…eine Entscheidung, die auch für unser eigenes Leben, unsere ganz persönliche Zukunft weitreichende Folgen hat.
Alles ist plötzlich anders…auch das, was einmal war, ist plötzlich anders. Man stellt die Vergangenheit in Frage, man stellt sich selbst in Frage…jede Situation, jede Geste, jedes Gespräch wird auseinander gepflückt, analysiert und neu bewertet.
Bis man irgendwann an den Punkt kommt, dass man tatsächlich nichts hätte ändern können, vergehen oft Jahre. Jahre des eigenen Lebens, die man in dieser Zeit des Zweifelns verschenkt.
Die Hinterbliebenen brauchen deshalb eine andere Form von Hilfe, weil Ihre Trauer weit über das Maß eines “normalen” Trauerfalls hinausreicht. Ich freue mich deshalb ganz besonders darüber, hier ein Forum vorstellen zu können, dass genau das bietet. Es ist vollkommen kostenlos und bietet neben einem geschützten Rahmen zum Austausch auch professionelle Hilfe in der Trauerarbeit.
Hier sind Sie in guten Händen: www.trauerbegleitung-suizid.de und finden den Weg zurück ins Leben.
Zwei Mönche sind auf Wanderschaft.
An einem reißenden Fluss treffen sie eine junge, wunderschöne Frau, die Angst hat, den Fluss zu überqueren.
Der eine Mönch hebt die Frau auf seine Schultern und trägt sie über den Fluss.
Sie wandern weiter und der zweite Mönch ist empört über das Vorgehen des anderen. Ihre Gelübde verbietet ihnen den Kontakt zu Frauen, ja selbst eine Berührung ist ihnen verboten.
Irgendwann, nachdem sie schon viele Kilometer ohne zu reden weiter gewandert sind, fasst sich der zweite Mönch ein Herz und spricht seinen Mitbruder darauf an:
“Hör zu, ich werde unserem Vorsteher berichten müssen, was Du getan hast.”
“Worüber redest Du?”, fragt der erste Mönch zurück.
“Über die wunderschöne junge Frau, die Du nicht nur angerührt, sondern sogar über den Fluss getragen hast.”
“Oh ja”, sagte der erste Mönch. “Es stimmt, ich habe die Frau über den Fluss getragen und sie schon vor Stunden am anderen Ufer abgesetzt.
Aber mir scheint, Du trägst sie noch immer mit Dir herum.”
“Loslassen” ist ein Begriff, der viel verwendet, aber nur selten angewandt wird.
Warum ist es so schwierig, Dinge, Menschen oder Umstände loszulassen?
Vielleicht fällt es uns leichter, wenn wir verstehen, warum wir so sehr daran festhalten:
Schuld ist die Schuld…unsere Schulgefühle und Gewissensbisse.
Eine Mutter kann ihr Kind nicht loslassen, weil sie ein schlechtes Gewissen hat, ihm noch nicht alles beigebracht zu haben.
Einen Partner kann man nach einer Trennung nicht loslassen, weil man Zweifel hat, ob man selbst für die Beziehung alles getan hat.
Einen langjährigen Job kann man nicht loslassen, weil man sich dem Chef oder den Kollegen gegenüber verpflichtet fühlt und sie nicht “im Stich” lassen will.
Eine unerträgliche Situation kann man nicht loslassen, weil man glaubt, sie verdient zu haben und sich schuldig fühlt.
Ansammlungen von Gegenständen kann man nicht loslassen, weil man ein schlechtes Gefühl dabei hat, soviel “Wert” einfach im zu entsorgen, wo doch vielleicht irgendjemand das irgendwann einmal gebrauchen könnte.
Diese Liste könnte man unendlich weiterführen.
Werden Sie sich klar darüber, dass alle Menschen, von ihrer Geburt bis zum Tod, Fehler machen. Und das ist auch gut so, denn:
Nur wer viele Fehler macht, der lernt auch viel.
Kaum ein Mensch macht absichtlich Fehler. Verzeihen Sie sich Ihre eigenen Fehler mindestens so schnell, wie Sie die eines anderen verzeihen.
Und wenn Sie sagen können: “Ich habe alles getan, was mir in diesem Moment möglich war.”, dann sind Sie dem Loslassen schon näher, als Sie denken.
Denn mehr können Sie nicht tun!
Downlaod-Link: Zwei Mönche
Ich habe heute morgen auf Perditas Blog dieses Video entdeckt. Ich weiß, dass die Wirkung solcher Videos fast immer nur von kurzer Dauer ist. Die meisten Menschen sehen es sich an, finden es zwar wunderschön und bestätigen sogar die Aussage, aber sie vergessen leider den Inhalt schon innerhalb weniger Stunden…
Trotzdem möchte ich es hier veröffentlichen, in der Hoffnung, dass nur ein Einziger sein Leben überdenkt und damit sich selbst und anderen ein paar glückliche Stunden Stunden schenkt.

Wir alle wissen, dass das Leben im Laufe der Jahre in jedem von uns seine Spuren hinterlässt;
nicht nur auf körperlicher Ebene in Form von Alter oder Krankheiten, sondern auch auf geistig – seelischer Ebene!
Und genau diese Spuren sind es, die uns das Leben immer wieder schwer machen,
beispielsweise durch Gewissensbisse oder Schuldgefühle für Dinge, die vielleicht schon Jahre zurück liegen.
Wenn wir die Natur betrachten, sind wir überrascht, wie das Leben mit solchen Spuren umgeht:
Was passiert mit unseren Fußabdrücken am Strand nach einem Spaziergang…?
Was geschieht mit einem Trampelpfad im Wald, wenn er nicht mehr benutzt wird…?
Und was wird aus unserem Körper, wenn wir gegangen sind…?
Unsere Fußabdrücke im Sand sind in wenigen Minuten von Meer und Wind weggewischt….
Der Trampelpfad ist in kurzer Zeit zugewachsen….
und unser Körper ist der Erde gleich….!
Nichts, aber auch gar nichts erinnert mehr an unseren Spaziergang am Strand und im Wald……und selbst die Spuren eines Menschenleben sind nach einiger Zeit ausgelöscht….!
Es mag für manchen hart erscheinen, aber die Natur – das Leben selbst – zeigt uns Tag für Tag, wie wir uns das Leben leichter machen können!
Nämlich, indem wir nicht an Spuren festhalten! Denn sie sind nicht das Leben….sie sind nur die Hinterlassenschaft, sie betreffen uns nicht mehr! Sie zeigen nur noch für kurze Zeit, dass wir diese Wegstrecke bereits hinter uns gelassen haben!
Das bedeutet, dass wir zwar wichtige und schöne Dinge in unserer Erinnerung bewahren können, aber wir sollten uns lösen von Spuren, die uns am Weitergehen hindern. Jeder Schritt, den wir im Laufe unseres Lebens gegangen sind, hat uns hierher geführt, mit dem einzigen Ziel, zu lernen, uns weiter zu entwickeln und den nächsten Schritt zu tun….!
Alleine zu leben, wird für die meisten Menschen gleich gesetzt mit Einsamkeit. Mit dem Gefühl, dass etwas Wichtiges im Leben fehlt – ein Partner. Es spielt dabei nur eine zweitrangige Rolle, warum man alleine lebt. Ob der Partner uns verlassen hat, ob wir noch nicht den richtigen Partner gefunden haben oder ob wir unseren Partner durch den Tod verloren haben, immer verspüren wir einen Mangel.
Alleine leben lernen bedeutet aber: Mit mir leben lernen!
Dabei geht es also gar nicht darum, zu lernen, wie man besser alleine leben kann. Es geht viel mehr um die Frage, wie ich besser mit mir leben kann.
Mir selbst das zu geben, was mir ein Partner geben könnte. Mir selbst zu genügen, mir gut zu tun. Mich schön zu finden, mich zu bewundern und mit mir lachen zu können. Mich auf mich selbst zu verlassen und mich anzunehmen. Mich ernst zu nehmen und mir wichtig zu sein. Mich selbst zu bestätigen und vor allem, mich selbst zu lieben.
Mit mir zu leben, bedeutet: Mir selbst Partner zu sein.
Silvester ist für viele der Tag, an dem man Bilanz zieht. Wie ist das Jahr verlaufen? Habe ich meine Vorsätze vom Vorjahr tatsächlich umgesetzt? Habe ich meine Ziele erreicht?
Leider ist diese Bilanz für viele dann enttäuschend. Vorsätze sind also oft nicht wirklich motivierend, sondern eher das Gegenteil: Sie setzen uns unter Druck und wenn wir sie nicht umgesetzt haben, nagen sie an unserem Selbstwertgefühl. Deshalb habe ich für mich die “Guten Vorsätze für`s neue Jahr” schon vor Jahren verbannt.
Ich habe mir angewöhnt, mir jedes Jahr zu Neujahr, eine Wunschliste zu schreiben. So auch heute. In dieser Wunschliste werden alle Dinge notiert, die mir für dieses Jahr wichtig sind. Nicht nur materielle Dinge, sondern auch Gewohnheiten oder Fähigkeiten, die ich mir wünsche. Aber auch Erlebnisse und Ereignisse. Wichtig ist, dass alles positiv formuliert wird.
Wenn ich meine Liste fertig habe, kommt sie in einen Briefumschlag. Der wird zugeklebt und in eine Schublade gelegt.
Wenn das Jahr dann um ist, nehme ich an Silvester -auf keinen Fall früher- meinen Umschlag aus der Schublade und ziehe Bilanz. Was ist so gekommen, wie ich es mir gewünscht habe? Welche Dinge der Liste haben sich im Laufe des Jahres von alleine erledigt? Was würde ich mir für`s nächste Jahr wieder wünschen? Oder was ist völlig unwichtig geworden?
Ich bin immer wieder überrascht, wieviele Wünsche sich tatsächlich erfüllt haben. Auch wenn es mir zu dem Zeitpunkt der Erfüllung gar nicht bewußt war.
Der Vorteil einer solchen Liste ist, dass wir während des Jahres die meisten Punkte wieder vergessen und so nicht auf die Ergebnisse fixiert sind, die uns nur unter Druck setzen. Unser Unterbewußtsein arbeitet für uns an dieser Liste, ohne dass wir viel machen müssen. Dazu kommt noch, dass wir durch die positive Formulierung der “Wunsch”-Liste, auch ein positives Gefühl für die Erfüllung unserer Wünsche bekommen. Wir freuen uns darauf und genau das ist der entscheidende Unterschied zu Vorsätzen. Vorsätze sind immer negativ behaftet. Wir zwingen uns zu Dingen, weil wir denken, dass sie uns gut tun. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall: Wir setzen uns unter Druck, Dinge zu tun oder zu lassen, zu denen wir eigentlich (noch) gar nicht bereit sind. Innerlich wehren wir uns also gegen die Umsetzung unserer Vorsätze, was die Sache dann noch schwieriger macht. Etwas zu wollen, reicht eben dann doch nicht. Sie müssen das, was Sie erreichen wollen, mit Freude erwarten, dann funktioniert es auch.
Probieren Sie es aus, schreiben Sie Ihre “Wunsch-Liste” für 2010. Und am 31.12. werden Sie überrascht sein, wie viel Sie erreicht haben.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2010!
Haben auch Sie einen Neujahrsbrauch, der Ihnen hilft, Ihre Ziele zu erreichen? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar!
Eines Tages kam ein Bekannter zum griechischen Philosophen Sokrates gelaufen.
“Höre, Sokrates, ich muss dir berichten, wie dein Freund….”
“Halt ein” unterbrach ihn der Philosoph.
“Hast du das, was du mir sagen willst, durch drei Siebe gesiebt?”
“Drei Siebe? Welche?”, fragte der andere verwundert.
“Ja! Drei Siebe! Das erste ist das Sieb der Wahrheit. Hast du das, was du mir berichten willst, geprüft ob es auch wahr ist?”
“Nein, ich hörte es erzählen, und…”
“Nun, so hast du sicher mit dem zweiten Sieb, dem Sieb der Güte, geprüft. Ist das, was du mir erzählen willst – wenn es schon nicht wahr ist – wenigstens gut?” Der andere zögerte. “Nein, das ist es eigentlich nicht. Im Gegenteil…..”
“Nun”, unterbrach ihn Sokrates, “so wollen wir noch das dritte Sieb nehmen und uns fragen ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so zu erregen scheint.”
“Notwendig gerade nicht….”
“Also”, lächelte der Weise, “wenn das, was du mir eben sagen wolltest, weder wahr, noch gut, noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste weder dich noch mich damit.”
Hier als PDF-Download: Die drei Siebe
Weihnachten – das Fest der Liebe?
Besonders Weihnachten kommt es immer wieder zu heftigen Familien-Streitigkeiten, obwohl es eigentlich das Fest der Liebe sein sollte.
Es treffen Familien-Angehörige aufeinander, die ansonsten das ganze Jahr lang kaum oder nur unregelmäßig Kontakt zueinander haben, weil man eben nicht auf einer Wellenlänge ist.
Reibereien, die das ganze Jahr brodeln, sollen nun für ein paar Stunden oder Tage einfach vergessen werden – den anderen Familienmitgliedern zuliebe.
An Weihnachten wird “Heile Welt” gespielt, und alle müssen mitspielen.
Vielleicht klappt es ja für ein paar Stunden, doch spätenstens nach ein paar Gläsern Wein, kann sich der ein oder andere nicht mehr beherrschen. Es kommt zum Streit. Ein Streit, der eigentlich hätte schon viel früher stattfinden müssen, und der nur deshalb so heftig eskaliert, weil jeder versucht, seinen Ärger zu unterdrücken.
Dieses übertriebene Harmoniebedürfnis, das die Menschen jedes Jahr in der Weihnachtszeit befällt, erreicht genau ihr Gegenteil, weil es erzwungen wird. Erzwungen von uns selbst, aus Rücksicht auf andere.
Wenn Sie ein friedliches Weihnachtsfest wünschen, sollten Sie die Dinge schon vor dem Fest bereinigen. Oder Ihrer Familie klarmachen, dass man sich besser aus dem Weg geht – gerade, weil Weihnachten das Fest der Liebe ist. Vergeuden Sie Ihre freien Tage nicht mit Menschen, die während des Jahres auch nicht zu Ihrem Leben gehören.
Verbringen Sie Ihre Weihnachtstage nur mit den Menschen, die Sie lieben und die Ihnen wirklich wichtig sind.
Heute habe ich eine Email bekommen mit einer sehr schönen Powerpoint-Präsentation. Im Netz hab ich dann das Video dazu gefunden, das ich hier nicht vorenthalten möchte, weil ich finde, dass es eine sehr schöne Metapher zum Leben ist.
Der Zug des Lebens – MyVideo
Hier noch mal als Powerpoint-Präsentation zum Runterladen und Verschicken:
Zug des Lebens
